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Lautstärke-Unterschiede präzise hören.

Pegel ist nicht gleich Pegel. Ein Mix lebt davon, dass jedes Element die richtige Lautheit zueinander hat. Mit diesem kostenlosen Trainer lernst du, Pegel-Unterschiede sicher zu hören und Spuren intuitiv auf die richtige Lautheit zu bringen. Die wichtige Basis für jeden ausgewogenen Mix.

Kostenlos Ohne Anmeldung Game- & Trainingsmodus Mit Live-Metern Eigene Loops möglich
Der Trainer

Starte dein Pegel- & Lautheits-Training.

Wähle zwischen Game-Modus (10 Welten, ~40 Levels, mit Sternen) und Training-Modus (freie Konfig + Sondermodus mit Live-Peak- und LUFS-Metern). Du übst mit Test-Sounds, echten Instrumenten oder eigenen Loops. Drei Schwierigkeitsstufen führen dich von „Pegel-Offset matchen“ bis zu „dB-Differenzen blind schätzen“. Dein Fortschritt wird lokal gespeichert.

Anleitung

So holst du das Maximum aus dem Pegel-Training heraus.

Drei einfache Regeln, mit denen du in jeder Übungseinheit echte Lernfortschritte machst.

01

Augen zu, Fader bewegen.

Vergiss die Anzeige. Schließ die Augen, hör zu, bring die Spuren mit dem Fader auf gleiche Lautheit. Erst dann öffnest du die Augen und kontrollierst dein Ergebnis. Dieses bewusste Blind-Hören ist der schnellste Weg, weil dein Ohr die Arbeit macht — nicht deine visuelle Wahrnehmung.

02

Lautheit vor Lautstärke.

Pegel ist nicht gleich Lautheit. Drums haben hohe Peaks aber moderate LUFS. Synth-Pads sind umgekehrt: niedrige Peaks, hohe LUFS. Trainiere dein Ohr darauf, wie laut etwas wirkt — und nicht wie laut der Spitzenwert ist. Der Sondermodus mit beiden Metern hilft dir, diesen Unterschied zu hören.

03

10 Minuten. Jeden Tag.

Pegel-Gehör ist Kalibrierung deiner Wahrnehmung. Tägliche kurze Sessions schlagen wöchentliche Marathon-Übungen um Längen. Plane den Trainer als festen Punkt in deinen Producer-Alltag ein — dann hast du nach wenigen Wochen ein Gehör, das im Mix automatisch arbeitet.

Cheatsheet · Genre-Pegel

Wie laut soll was im Mix — Eine Genre-Übersicht

Jedes Genre hat sein eigenen Schwerpunkte, was die Pegel der einzelnen Soundquellen im Mix anbelangt. Diese Werte sind keine Gesetze, sondern Konsens-Startpunkte aus aktueller Mixing-Praxis. Sie zeigen dir, welches Element die Referenz ist und in welchem Verhältnis die anderen dazu stehen.

POP · MODERN

Vocal-First, Drums dicht dran

Pop ist Vocal-getragen. Die Stimme ist das emotionale Zentrum und sitzt mit hoher Lautheit vorne. Drums sind dicht und punchy, Bass in der soliden Mitte, Pads kleben den Mix meist als leisere Elemente zusammen.

  • Lead Vocal-15 bis -18 LUFS
  • Kick & Snareknapp über Vocal
  • Bass-2 bis -6 dB unter Kick
  • Backing Vocals-6 bis -10 dB unter Lead
  • Mix-Bus Ziel-10 bis -8 LUFS
  • True Peak-1 dBTP
⚡ Peaks: Serielle Vocal-Kompression — 2-3 dB + 2-3 dB statt 8 dB in einem Schritt. Klingt natürlicher und gibt mehr Kontrolle.
HIP-HOP · TRAP

808-Foundation, Vocal trocken vorne

Die 808 ist Fundament und Tonalität zugleich. Die Kick sitzt knapp darüber für Click und Definition. Der Rap-Vocal ist sehr trocken und sehr forward — Reverb würde ihn nach hinten drücken.

  • 808 / Sub-BassAnker (Referenz)
  • Kick1-3 dB über 808
  • Lead Vocal (Rap)-10 bis -8 LUFS
  • Snare / Clapauf Vocal-Level
  • Mix-Bus Ziel-9 bis -7 LUFS
  • True Peak-1 dBTP
⚡ Peaks: 808 zur Kick sidechainen — beide atmen zusammen statt zu konkurrieren. Drum-Bus gerne mit Soft-Clipper vor dem Limiter, das spart Limiter-Pumping.
ROCK · METAL

Drums oben, Wall-of-Sound darunter

Drums sind im Rock kollektiv das lauteste Element. Die Vocal sitzt etwas leiser als im Pop, weil Gitarren hier mitreden wollen.

  • Drum-Buslaut, Parallel-Comp
  • Lead Vocal-18 bis -20 LUFS
  • Rhythm-Gitarrennah am Vocal
  • Bassweiter vorne als bei Pop
  • Mix-Bus Ziel-12 bis -9 LUFS
  • True Peak-1 dBTP
⚡ Peaks: Parallel-Compression auf dem Drum-Bus statt aggressives Limiting. Tape-Saturation glättet harte Spitzen. Dynamik bleibt erhalten.
EDM · ELECTRONIC

Kick ganz oben, alles sidechained

EDM ist Kick-driven. Sie sitzt fast am Mix-Maximum, alles andere wird per Sidechain darunter gepumpt. Sub-Bass mono unter 100 Hz, Lead-Synths gerne im 3-Layer-Stack. Club-Loudness ist hier Genre-Code.

  • Kick-6 bis -3 dBFS Peak
  • Sub-Bass1-3 dB unter Kick
  • Lead-Synthfüllt die Mitte
  • Lead Vocalnah am Kick-Level
  • Mix-Bus Ziel-7 bis -5 LUFS
  • True Peak-1 dBTP (strikt)
⚡ Peaks: Sidechain-Pumping ist das Markenzeichen — Kick triggert Bass, Pads, manchmal Vocals. Soft-Clipper vor dem Master-Limiter erhält Transient-Snap auch bei extremer Lautheit.
AKUSTIK · SINGER-SONGWRITER

Vocal solo vorne, alles atmet

Hier zählt Natürlichkeit, nicht Loudness. Die Vocal sitzen ganz vorne — alter Profi-Trick: gleicher Pegel wie die Snare. Instrumente bleiben dynamisch, Headroom statt Limiter-Druck.

  • Lead VocalSnare-Level (Anker)
  • Akustikgitarre-2 bis -4 dB unter Vocal
  • Drums / Cajonsubtil, oft hinter Gitarre
  • Strings / Padsganz hinten, sehr leise
  • Mix-Bus Ziel-14 LUFS oder leiser
  • True Peak-1 dBTP, viel Headroom
⚡ Peaks: So wenig Limiter wie möglich. Sanfte Vocal-Kompression mit langem Release, transparente Saturation, lieber Headroom auf dem Mix-Bus als Loudness-Krieg.
UNIVERSELL · MIX-BUS

Was in jedem Genre gilt

Egal welches Genre — drei Pegel-Hygiene-Regeln bleiben immer gültig. Sie schützen vor Anfänger-Fehlern, die jeden Mix-Engineer früher oder später erwischt haben.

  • Mix-Bus Peak-6 dBFS Headroom
  • Tracks (RMS)Richtung -18 dBFS
  • Vor Master-Limiter-14 bis -10 LUFS
  • Streaming-Master-14 LUFS / -1 dBTP
  • Loudness Range6-14 LU (Musik)
  • Bass-Frequenzenmono unter 100 Hz
⚡ Peaks: True Peak ist nicht gleich Sample Peak. AAC- und MP3-Encoding kann bis zu 1 dB intersample peaks erzeugen — deshalb der Sicherheitsabstand von -1 dBTP.

Lautheit hören ist die eine Hälfte. Peaks bändigen die andere. Wann ein Vocal-Comp anpacken soll und wann nicht, wann Parallel-Compression dem Drum-Bus den Wumms gibt statt Limiter — das ist Kompressor-Arbeit. Wer beides im Ohr hat, kontrolliert das ganze Pegel-Spiel.

Zum Kompressor-Trainer
Warum es sich lohnt

Vom unkontrollierten Mix zum souveränen Pegel-Gefühl.

Der häufigste Fehler in Anfänger-Mixes sind nicht falsche EQ- und Kompressor-Einstellungen — es sind falsche Pegel-Verhältnisse. Die Gitarren und der Hall viel zu laut.

Ein Mix-Engineer mit trainiertem Pegel-Gehör arbeitet anders. Er hört eine Spur — und weiß sofort: „Hier muss ich um 1,5dB anpassen“ Er weiß wo die verschiedenen Elemente im Mix von der Lautheit her im Mix positioniert werden, damit es gut und ausgewogen klingt. Je mehr das gehör trainiert ist, desto eher stellt man fest, das gerade auch kleine Pegeländerungen einen großen bzw. den richtigen Unterschied machen.

Mit dem Lautstärke-Trainer baust du genau diese Wahrnehmung auf. Du übst nicht in der Theorie — du hörst, du matchst, du schätzt. Du lernst die Charakteristiken aller Instrument-Gruppen kennen: dynamische Drums mit großen Pegelsprüngen, Synths mit kleinen und Vocals die irgendwo dazwischen liegen.

Übrigens: Viele Einstellungen in den PlugIns oder Hardware von Kompressoren, EQs usw. können die wahrgenommene Lautheit deutlich verändern. Daher lautet hier immer die Devise: Gain-Staging! Das bedeutet, dass du den Pegel an jeder einzelnen Station deiner Signalkette bewusst kontrollierst und ausgleichst, damit Lautstärkeunterschiede deine Entscheidungen nicht verfälschen. Und genau dieses ausgleichen trainierst du zudem mit meinem Trainer.

Pegel-Hören ist die unscheinbare Disziplin, die jeden Mix souverän macht — die viele gerade am Anfang unterschätzen.

Häufige Fragen

Antworten zum Lautstärke- und Lautheits-Trainer.

Peak ist der höchste Sample-Wert deines Signals — die digitale Maximalspitze. Wichtig, um Clipping zu vermeiden. LUFS (Loudness Units Full Scale) ist die wahrgenommene Lautheit, gemessen über Zeit mit einer K-Weighting-Filterung, die menschliches Hören nachbildet. Zwei Tracks können beide bei -1 dB Peak liegen, aber sehr unterschiedlich laut wirken. LUFS sagt dir, welcher davon „lauter klingt“.
K-Weighting ist ein Filter, der vor der LUFS-Messung angewendet wird. Er senkt tiefe Frequenzen ab und hebt Höhen leicht an — das ahmt die Frequenzempfindlichkeit menschlichen Hörens nach (die ISO-226-Hörkurven). Praktische Konsequenz: Bass-lastige Tracks haben oft niedrigere LUFS-Werte, als ihr Peak vermuten lässt. Das ist kein Fehler, sondern Sinn der Norm.
Nein. Für die Training-Praxis brauchst du kein Meter — der Trainer hier hat das eingebaut (Trainingsmodus). Hier übst du aber auch vor allem mit den Ohren.
Dein Gehör entwickelt sich oft am schnellsten von allen Mix-Disziplinen — weil wir Lautheits-Unterschiede ohnehin gut hören können (wir können mehr oder weniger einschätzen, wie weit ein Geräusch entfernt ist). Mit täglich 10 Minuten merkst du nach 1-2 Wochen, dass du 3-dB-Unterschiede sehr genau einschätzen kannst. Subtilere dB-Differenzen (>1dB) brauchen schonmal ein paar Wochen Übung.
Drei Hauptgründe: (1) Frequenz-Wiedergabe — Phone-Speaker zeigen tiefe Frequenzen kaum, ein Bass-heavy Mix klingt dort viel leiser als auf Studio-Monitoren. (2) Loudness-Normalisierung — Streaming-Plattformen regeln deine Lautheit auf ihre eigene Skala. (3) Dynamikumfang — ein heavy komprimierter Mix wirkt auf kleinen Speakern lauter, hat aber weniger Punch auf großen Anlagen. Ein trainiertes Pegel-Gehör hilft, diese Übersetzungen mental durchzuspielen.
Im Sondermodus kannst du beliebige Loops gegeneinander hören und ihre Peak- und LUFS-Werte live ablesen. Keine Bewertung, kein Punktestand — nur freies Experimentieren. Perfekt, um die Peak-LUFS-Beziehung verschiedener Instrumente kennenzulernen: Wie hoch ist der LUFS einer Snare bei gleichem Peak wie ein Synth-Pad? Du hörst und siehst es nebeneinander.